Täglich vor dem Computer

Acht Stunden im Büro, gefangen vor dem Bildschirm.  Zwischendurch huschen 10 Finger über die Tastatur, die rechte Hand klickt mal auf die Maus und das Telefon zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt. Ab und zu mal einen Kaffee holen gehen. Die Gehirnzellen hyperaktiv, aber ansonsten rühren sich alle anderen Körperteile nicht viel.

Der Abend naht. Raus aus dem Büro und erst mal nach Hause. Der Kopf ist leer, der Rücken schmerzt, der Magen knurrt. Zu Hause angekommen, raus aus den Klamotten und ab auf die gemütliche Couch mit einer ordentlichen Portion Knabberzeug und einem Gläschen Wein. Mit der Fernbedienung in der Hand wird durch das TV-Programm gezappt. Und schon wieder fesselt uns die Glotze. Ein Feierabend kann doch so schön sein.

Bildschirmhocken führt zu Übergewicht

Egal ob Computer, Fernsehen oder Spielekonsole – alle nageln ihre Opfer fest und lassen kaum Spielraum für Bewegung. Doch die Natur hat uns für das alltägliche Sitzen vor dem Bildschirm oder im Auto nicht ausgestattet. Durch die mangelnde Bewegung aktiviert der Körper sein Energiesparprogramm und weniger Kalorien werden verbrannt. Meist weniger als wir ihm an Kalorien zuführen. Denn wir sind zudem verlockt, die Aufregungen der digitalen Welt mit Kohlenhydraten in Form von Süßigkeiten oder Knabbersachen zu kompensieren, weil diese den beruhigenden Botenstoff Serotonin erhöhen. Die Verbindung von Bildschirm und Naschzeug ist deshalb das Vorprogramm des Übergewichts. Das gilt im Übrigen auch für Kinder. Je länger sie vor den digitalen Medien sitzen, desto höher ist das Risiko, dick zu werden.

Obwohl Unterhaltungsmedien nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken sind, müssen wir lernen rechtzeitig den Off-Schalter zu drücken. Denn wer sich über längere Zeit hinweg der Bewegungslosigkeit verschreibt, baut Muskeln ab und lagert Fett ein. Eine Gewichtszunahme ist die logische Folgerung. Und wie schnell Muskeln abgebaut werden, weiß jeder, der schon mal längere Zeit einen Gips an Bein oder Arm trug.

Tipps gegen die Bildschirmpfunde:

Kalorientipp Nr. 1

Wer abends müde nach Hause kommt, sollte ein 15-minütiges Nickerchen machen, anstatt sich wieder mit bunten Bildern berieseln zu lassen. Dösen Sie aber nicht zu lange, da Sie ansonsten in den Tiefschlaf fallen und zu lange brauchen, um wieder fit zu werden.

Kalorientipp Nr. 2

Wenn Sie tagsüber hauptsächlich sitzen, planen Sie für abends Bewegung in Ihren Tagesablauf. Kontrollieren Sie tägliche Ihre Kalorienzufuhr sowie Ihren Kalorienverbrauch. Um mehr Energie zu verbrauchen, müssen Sie sich bewegen.

Kalorientipp Nr. 3

Wenn Sie schon vor der Glotze sitzen müssen, dann verbannen Sie die Knabbersachen ganz oder stellen die Schale so weit weg, dass Sie jedes Mal aufstehen müssen. Denn wer neben dem TV gucken noch isst, lässt sich so von den Bildern berieseln, dass er kaum mehr mitbekommt, was er in sich hineinstopft – vor allem wie viele Kalorien. Das gleiche gilt auch für den Alkohol. Tauschen Sie diesen gegen Mineralwasser oder einer Weinschorle aus.

Kalorientipp Nr. 4

Wer auf seine geliebten TV-Soaps nicht verzichten kann, sollte sein Bewegungsprogramm vor den Fernseher verlegen. 30 Minuten Rad fahren auf dem Hometrainer oder strampeln auf dem Crosstrainer und Sie verpassen nichts. Übrigens, auch in vielen Fitness-Studios läuft bei den Ausdauergeräten der Bildschirm.