Bei manchen schlägt Stress auf den Magen und verdirbt den Appetit. Andere wiederum bekommen einen regelrechten Heißhunger und stopfen alles wahllos in sich hinein, um sich von einem schlechten Gefühl zu befreien. Aber der Schein trügt. Der Stress wird verdrängt und nur vorübergehend stellt sich eine Erleichterung und Wohlgefühl ein. Solange bis die Wirkung des Essens oder des Alkohols nachlässt.  Stress und Kummer sind wieder da, weil sie nicht bekämpft wurden. Wer seinen Kummer oder Stress regelmäßig versucht mit Essen zu bekämpfen, gelangt schnell in die Falle der Abhängigkeit. Langfristige körperliche und seelische Schäden sind die Folge.

Über kurz oder lang nehmen Stressesser an Gewicht zu. Ein weiterer Kummer kommt hinzu, denn die Figur wird unförmig, die Ausstrahlung leidet und das schlechte Gewissen nagt am Selbstwertgefühl.

Wer in diesen Teufelskreis hinein gerät, kommt nur mit sehr viel Selbstdisziplin wieder heraus. Je nach Schwere der Abhänigigkeit sollten Betroffene professionelle Hilfe von Psychologen etc. in Anspruch nehmen.

Analysieren Sie Ihre Stressauslöser:

Finden Sie heraus, welche Ihre persönlichen Stressauslöser sind. Mögliche Ursachen dafür können sein:

  • Unzufriedenheit am Arbeitsplatz (Ärger mit Kunden, Kollegen, Vorgesetzten, Mobbing)
  • Anforderungen und Verantwortung am Arbeitsplatz
  • Sorge um den Arbeitsplatz oder Arbeitslosigkeit
  • Finanzielle Sorgen
  • Konflikte mit dem Ehepartner, Partner, den Kindern oder Verwandten
  • Anforderungen der Familie (Haushalt etc.)
  • Misserfolge
  • Langeweile und Eintönigkeit
  • Enttäuschungen
  • Mangelndes Selbstbewusstsein
  • Erkrankungen oder Krankheiten in der Familie
  • Kummer und Trauer
  • Selbstlosigkeit – nicht “nein” sagen können

Hinterfragen Sie Ihre Stressmomente:

  • Warum fühle ich mich jetzt gestresst?
  • Warum bekümmert mich diese Situation so sehr?
  • Ist der eigentliche Grund es wert, dass ich mich gestresst fühle und zum Essen oder zur Flasche greife?
  • Kann nur Essen und Alkohol mich entspannen oder gäbe es auch eine andere Alternative?
  • Welches Gefühl wäre besser für mich: Essen oder standhaftbleiben und “nein” sagen?

8 Tipps für den Heißhunger bei Stress und Kummer:

Kalorientipp Nr. 1:

Lassen Sie “Dampf” ab und die Seele baumeln. Entfernen Sie sich vom Ort des Stresses oder Kummer und tun Sie etwas, was Ihnen Spaß macht.

Kalorientipp Nr. 2:

Versuchen Sie sich vom Essen abzulenken durch Arbeit, Sport oder Entspannungsübungen. Oder rufen Sie einen Freund oder eine Freundin an.

Kalorientipp Nr. 3:

Bremsen Sie Ihren Heißhunger erst mal mit einem Glas Wasser, verdünnten Fruchtsaft oder fettarmer Milch.

Kalorientipp Nr. 4:

Geben Sie dem Verlangen nach Essen erst nach, wenn die Ablenkungsmanöver und Appetitbremsen nicht mehr wirken.

Kalorientipp Nr. 5:

Genießen Sie den Moment des Nachgebens. Essen Sie langsam und bewusst. Lassen Sie das Stückchen Schokolade auf der Zunge zergehen.

Kalorientipp Nr. 6:

Fragen Sie sich nach dem ersten Bissen: Reicht es, um zufrieden zu sein oder brauche ich noch mehr?

Kalorientipp Nr. 7:

Loben Sie sich, wenn Sie wieder aufhören können zu essen. Wenn nicht, sparen Sie energisch bei der nächsten Mahlzeit an Kalorien und kurbeln Sie Ihren Energieverbrauch durch Bewegung an.

Kalorientipp Nr. 8:

Versuchen Sie alternative Entspannungsmethoden wie z. B. Yoga oder Autogenes Training, progressive Muskelentspannung etc. .

 

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